Katholische Pfarrei St. Mathilde Quedlinburg

Herz-Jesu-Kirche / Geschichte der Kirche

Die Herz Jesu Kirche ist eine neugotische Kirche. Sie wurde erbaut in der Zeit von 1910 bis 1911. Es war die Blütezeit des Stahl – und Walzwerkes .Viele Arbeiter kamen aus dem polnisch – schlesischen Raum.
Die Kirche wurde einst mit 375 Sitzplätzen erbaut. Bei der letzten Renovierung der Kirche wurde das Gestühl auf 170 Plätze reduziert.

Die Kirchenfenster

Im äußeren linken Kirchenfenster ist die hl. Barbara abgebildet. Sie gilt als die Schutzpatronin der Berg – und Hüttenleute.
Im Inneren linken Kirchenfenster ist die hl. Königin Mathilde dargestellt. Sie ist die Gemahlin Heinrichs des Ersten und ist in der Stiftskirche in Quedlinburg begraben.
Dieses Fenster wurde von der Kirchengemeinde Quedlinburg gestiftet.
Im inneren rechten Kirchenfenster ist der hl. Apostel Andreas zu sehen. Dieses Kirchenfenster war damals ein Geschenk der politischen Gemeinde Thale und zeigt unter anderem das Alte Wappen der Gemeinde Thale.
Im äußeren rechten Kirchenfenster ist der hl. Josef zu sehen. Er ist dargestellt mit einer Säge, die ihn als Zimmermann ausweist. Als Zugabe sind noch die bekanntesten Handwerker - Wappen dargestellt. Alle vier Fenster stammen aus dem Jahr 1911
Das Fenster Im Eingangsbereich Rechts
Auferstehung ! Es wurde vom Vikar Knobloch gestiftet. Alle Fenster wurden von der Glasmaler Firma Müller geschaffen, dieses aber erst 1967.

Die beiden Seitenaltäre

Die beiden Reliefs sind Holzschnitzarbeiten des Kölner Bildhauers „ Hartmann „.
Sie kamen 1926 in die Kirche. Eine Zeit Großer Arbeitslosigkeit und Inflation.
Das Bild auf der linken Seite zeigt die Gottesmutter Maria mit dem Kind auf dem Arm und dazu die Stände. Davor kniet ein Hüttenarbeiter und schaut zum Jesus-Knaben mit der Bitte um Arbeit und Brot.
Im Bild auf der rechten Seite wird der Tod des hl. Josef dargestellt. Josef liegt auf dem Sterbebett. Jesus links, Maria rechts. Im Augenblick des Todes ist die Hl. Familie beisammen. Dieses Bild soll den Menschen etwas die Angst vor dem Tod nehmen. Wir werden in dieser schweren Stunde unseres Todes nicht allein gelassen. Es ist auch in unserer Umgebung einmalig, denn erst 1870 wurde er zum Schutzpatron der Katholischen Kirche.

Der Altar

Der Altar ist einem archaischen Altar nachgebildet. Um den Altar rankt sich der Weinstock. Dies soll an das Wort Jesu erinnern: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“
Bis zum Jahr 2003 war dieser Altar in der Bischofskirche „St. Sebastian“ in Magdeburg. Im November 2003 wurde der Altar durch Bischof Leo Nowak hier in der Kirche konsekriert.

Die Orgel

Auf der Empore befindet sich die Orgel. Sie wurde erbaut von Franz Eggert und Anton Feith aus Paderborn. Die Orgel hat eine romantische Stimmung (Überwiegend Zungenregister), sie verfügt über 2 Manuale und 58 Register,
Es ist eine pneumatische Orgel mit ½ Sekunde Verzögerung.